Class of 2026: Der Jahrgang der Coaches

Die Football-Fans und die Jury der Hall of Fame haben entschieden: Dieses Jahr wurden drei neue Mitglieder in die Ruhmeshalle des American Football in Deutschland gewählt, die einen großen Teil Ihrer Karriere als Trainer tätig waren.

In den Anfangsjahren der Sportart in Deutschland war Steve Moor als Head Coach der Düsseldorf Panther tätig und gewann mit der Mannschaft 1981, 1983 und 1984 den Meistertitel. Neben der Vizemeisterschaft 1985 kann er auch den Gewinn der Deutschen Jugendmeisterschaft mit den Junioren der Panther 1982 für sich verbuchen.
Selber als Spieler tätig war der gebürtige Amerikaner von 1973 bis 1976 an der Northwestern University in den USA. Nach seiner Zeit bei den Panthern war er 1987 noch als Assistant Coach für die Deutsche Nationalmannschaft tätig, mit denen er in diesem Jahr Vize-Europameister wurde.
Im Juni 2024 ist Steve im Alter von 70 Jahren in den USA verstorben und wird somit posthum in die Hall of Fame gewählt.

Ebenfalls seine Wurzeln bei den Panthern hat Martin Tschurer, der es als Spieler über die Schüler- und Jugendmannschaften des Vereins in das Bundesliga-Team schaffte, dem er – mit einem Jahr Unterbrechung bei den Düsseldorf Pumas – bis 1992 angehörte. Bereits zu seiner aktiven Zeit übernahm er parallel Verantwortung als Trainer und folgte dabei dem gleichen Pfad vom Schülerteam bis zu den Senioren in der Bundesliga. Es folgten weitere Trainerstationen bei den Troisdorf Jets (2002 bis 2007), den Mönchengladbach Mavericks (2009 – 2011), Rhein Fire in der ELF (2022) sowie bei der Deutschen Nationalmannschaft (1997 – 2008). U.a. sammelte er 3 Deutsche Meistertitel, 5 Jugendmeisterschaften, 1 Eurobowl-Gewinn, 1 Europameisterschaft und eine Goldmedialle bei den World Games.
Auch als Schiedsrichter war Martin aktiv und brachte es auf über 100 Einsätze als Unparteiischer. Nicht zuletzt war und ist er engagiert in der Trainerausbildung und betreibt seine eigene Quarterback-Schule „Pass with Care“.

Dritter im Bunde der neuen Mitglieder ist Andreas Nommensen, dessen aktive Zeit bei den Hamburg Blue Devils begann. Von 1998 bis 2006 war er als Spieler für das GFL-Team aktiv und gewann mit ihm die Deutschen Meisterschaften 2001, 2002 und 2003 sowie den Eurobowl 1998. 2007 war er für die Hamburg Eagles sowie die Deutsche Nationalmannschaft im Einsatz.
Auch als Trainer machte er seine ersten Erfahrungen bei den Blue Devils (2007 – 2008), gefolgt von Engagements bei den Kiel Baltic Hurricanes (2008 – 2014), Hamburg Huskies (2015 – 2017), Elmshorn Fighting Pirates (2017 – 2020) sowie den Hamburg Sea Devils in der ELF (2021). Zusätzlich gehörte er von 2015 – 2018 zum Trainerstab der französischen Nationalmannschaft, mit der er die World Games 2017 und die Europameisterschaft 2018 gewann.
Aktuell ist er als Coach bei den Hamburg Young Huskies in der GFLJ tätig sowie als Commissioner der American Football League Europe (AFLE).

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